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Ich wurde wach und fühlte einen stechenden Schmerz in meinem linken Arm. Blinzelnd sah ich nach oben in SEIN Gesicht. Was tat er da? Ich ließ meinen Blick runter wandern und sah, wie er mir eine Spritze in den Arm stach. Ich fühlte nur einen kleinen Pieks und zuckte kurz zusammen. ER lächelte mich an und spritze die klare Flüssigkeit, die in der Spritze war, langsam in meinen Arm und zog sie dann heraus. „Schlaf weiter, kleine!“ sagte er zu mir und ging dann hinaus. Tatsächlich fühlte ich mich etwas schläfrig und hatte eine leichte Übelkeit. Ich drehte mich zu Wand hin, zog die Beine an und versuchte noch mal einzuschlafen. Doch ich konnte nur an eins denken: Warum tat er mir das an?? Ich war jedoch so erschöpft das ich nicht lange nachdenken konnte und bald einschlief, in der dunklen Kammer, in der ich seit 3 Tagen eingesperrt war, von IHM, der Person der ich stets vertraut hatte und ihn immer sehr geliebt hatte. Noch im Halbschlaf fühlte ich, wie ER sich neben mich legte, meine Haare zur Seite strich und mir mit seinen Fingern langsam und behutsam über mein Gesicht strich. „Weißt du, ich will dir das alles ja nicht antun aber…“ flüsterte ER und ich konnte ein leises Zittern in seiner Stimme erkennen.

Im nächsten Moment spürte ich wie er nach etwas griff. Ich spürte SEINEN Atem, der schnell und unregelmäßig ging, in meinem Nacken und bekam eine Gänsehaut. Früher waren wir auch so nebeneinander gelegen, doch nie war es mir so unheimlich gewesen, ich hatte mich eher beschützt gefühlt. Plötzlich fühlte ich etwas kaltes, Metallenes an meinem Hals. Erschrocken zuckte ich zusammen und fühlte wie SEINE kalte, verschwitzte Hand meine Schultern berührte. Er legte sich ganz nah an mich und nahm das metallene weg von meinem Hals und zeigte es mir. Klar, es war einer seiner Dolche aus seiner Dolch- und Schwertsammlung. Schon immer hatte er eine Leidenschaft für sie gehabt. Ich versuchte wieder einzuschlafen, doch es misslang mir. Nach einer Weile fühlte ich wie er aufstand und ging.

Langsam flossen mir die Tränen aus den Augen. Warum machte ER so was? Warum hatte er Mia und Nina gekillt? WARUM? Ich sackte auf den Boden und sagte verzweifelt: „Ich will nicht mehr leben!“

Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und ER kam hinein. Erschrocken sah ich zu ihm auf und erkannte in seinem Arm sein schönstes und wertvollstes Schwert.

„Du willst nicht mehr leben?“ fragte er mit blindem Hass in der Stimme. Diesen Ton hatte ich noch nie an ihm gehört. Ich brauchte ihm keine Antwort geben, ich wusste auch gar keine. Er kniete sich auf den Boden, neben mir. Sein Blick traf meinen und was ich sah, raubte mir den Atem. Ich sah einen Moment lang den Ausdruck seiner Augen, wie er früher gewesen war, wenn er mich angesehen hatte. Doch so schnell wie es gekommen war, war es wieder weg und wieder flackerte dieser Hass in seinen Augen. Er stand auf und nahm meine Hand. „Komm hoch!“ flüsterte er leise, so das ich dem Druck seiner Hand folgte und aufstand. Mit einem traurigen Ausdruck im Gesicht stellte er sich mir gegenüber. Seinen einen Arm legte er um meine Taille und mit dem anderen hielt er das Schwert fest, das er mir mit der Spitze leicht in den Rücken stach. „Weißt du, ab und zu bin ich ein Biest, ab und zu bin ich nicht mehr dein Bruder… Dann bin ich wer anders!“ Ich sah bei den letzten Worten wieder diesen traurigen, entschuldigenden Ausdruck. Doch abermals wurde sein Gesicht hart und nur einen Moment später stach er mir das Messer in den Rücken. So wie er es gesagt hatte, früher, er war mein großer Bruder, wir würden zusammen sterben…




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