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Ich war nun schon fünf Tage bei meiner Mutter und total angespannt was mit wohl mit Caine ist. Meine Mutter bemerkte meine Unruhe und fragte mich mehrmals was los sei. Doch wie immer erzählte ich nicht was los war und behielt es lieber für mich. Ich erinnerte mich an einen Tipp, den mir mal jemand gegeben hatte und ging jeden Tag joggen. Immer durch den Wald und jeden Tag ein bisschen mehr. Als ich wie immer in den Wald ging, schaltete ich den neuen MP3-Player ein, den ich mir extra fürs Joggen geholt hatte. Es machte mir mittlerweile Spaß und ich wollte es jetzt zur Gewohnheit machen. Nach einer Weile joggen blieb ich stehen, sah auf die Uhr und fühlte meinen Puls. Ich zählte die Pulsschläge mit und rechnete danach den Puls aus. Ich konnte noch weiterlaufen, der Puls war noch niedrig. Nach weiteren 5 Minuten hörte ich auf und blieb wieder stehen um meinen Puls zu fühlen. Diesmal war er aber höher und ich blieb eine Weile stehen um mir den Schuh zu zubinden. Plötzlich fühlte ich eine Hand meine Schulter berühren und ich erstarrte zu Eis. Ich fühlte wie der Ohrhörer aus meinem Ohr gezogen wurde und jemand sagte: „Hey, ich bin’s doch nur!“ Ich erkannte die Stimme, es war Caine…Ich sah zu ihm auf und fragte ihn: „Alles klar? Bitte erschreck mich nie wieder so!“ Er grinste und sagte: „Ich hab vergessen das du so schreckhaft bist, sorry. Naja, mir tut noch vieles weh und der Arm ist immer noch gebrochen…“ Sofort kam mir in den Sinn das er etwas von einer Strafe gesagt hatte, dafür, das er mich laufen lassen hatte. Und jetzt fiel es mir auf: Er hatte einen Verband um die Hand. „Warst du nicht beim Arzt?“ fragte ich ihn erstaunt und er sagte: „Nein, ich hab mir einfach nur ’nen Verband drum gemacht.“ Zusammen liefen wir ein Stück weiter und redeten, bis wir plötzlich drei laute Schüsse hörten. Caine sah mich erschrocken an und schrie: „Shit! Sie sind mir gefolgt! LAUF!“ Ich sah wie er in die Richtung der Schüsse rannte und bekam Angst. Er konnte doch nicht einfach da hin rennen! Ich rannte ihm hinterher, doch einholen konnte ich ihn nicht, ich war zu langsam. Auf einmal hörte ich etwas hinter mir rascheln und ich versuchte mich im Laufen umzudrehen. Ich fühlte nurnoch wie ich stolperte und mein Fuß sich total verdrehte, so dass ich zu Boden fiel. Dann lag ich da und sah, wie jemand neben mir anhielt. Ich drehte den Kopf rum und sah einen Mann, mit stechend blauen Augen und schwarzen Haaren. Bei seinem Blick lief mir ein kleiner Schauer über den Rücken und ich musste seinem Blick ausweichen. „Ich hab sie!“ rief er, den anderen Männern zugewandt. Sie blieben stehen und drehten sich zu uns um. Ich sah, wie auch Caine sich umdrehte und in meine Richtung kam. „Gut gemacht, Shayne“ sagte ein Mann, der zwar ziemlich klein war, doch hatte sein Gesicht einen gefährlichen, fiesen Ausdruck. „Nimm sie mit und dann fahren wir. Caine, du fährst mit deinem Auto. Verone will gleich noch ein Wort mit dir reden…“ Er nickte dem Mann neben mir zu und grinste Caine dann mit einem fiesen Grinsen an. Dann gingen sie. „Steh auf!“ sagte Shayne, der mich mitnehmen sollte. Ich versuchte aufzustehen, doch ein unglaublicher Schmerz durchzuckte meinen Fuß und sofort sackte ich wieder auf den Boden. „Was ist?“ fragte er ungeduldig. „Ich kann nicht aufstehen, mein Fuß tut weh!“ sagte ich leise und er meinte nur: „Egal, wir müssen los!“ Ich versuchte es noch mal, doch ich schaffte es nicht, ohne den Fuß aufzustehen. Er streckte mir seine Hand entgegen und dann schaffte ich es auszustehen. „Komm!“ sagte er ungeduldig und ich versuchte zu gehen. Ich musste meine Zähne zusammen beißen und konnte nur mit dem Zehenspitzen auftreten. Wir gingen langsam durch den Wald bis zur Straße. Wir gingen zu einem schwarzen Auto, wo der Mann mich hinten einsteigen ließ. Doch bevor er die Tür schloss, zog er etwas aus seiner Jackentasche. Blitzschnell, bevor ich reagieren konnte, hatte ich es vor der Nase…Es war ein Wattebausch mit Betäubungsmittel…

Ich weiß nicht, wie lange ich schlief, doch als ich aufwachte, befand ich mich immer noch in dem Auto. Meine Hände waren gefesselt und in meinen Mund war ein Stofftuch gestopft worden. Ich versuchte mich zu bewegen und die Fesseln ab zu machen, doch sie waren zu straff. Ich konnte nichts weiter tun als dazuliegen und spüren, wie das Band langsam in meine Haut einschnitt. Doch das Gefühl war gar nicht so unbekannt, ich kannte es gut, zu gut. Ich verlor mich in das Gefühl und fühlte nichts anderes als den Schmerz, den ich in meinen Armen spürte…Ich fühlte, wie ich noch mal absackte und weiterschlief…

Das nächste Mal als ich wach wurde, war es ganz dunkel um mich herum und ich lag auf hartem, kaltem Boden. Mein Kopf drehte sich total und mir war schwindelig. Ich spürte, dass die Fesseln weg waren und dass ich kein Tuch mehr im Mund hatte. Vorsichtig setzte ich mich auf, und versuchte meine Augen an das dunkle zu gewöhnen. Nach einiger Zeit sah ich auch ein bisschen. Ich ging auf die Knie und tastete mich zu einer Ecke, in der ich etwas Helles erkennen konnte. Langsam streckte ich eine Hand danach aus und fühlte Stoff. Ich tastete näher dran und konnte eine dünne Decke und ein Kopfkissen fühlen. Erschöpft legte ich mich auf den Fußboden und deckte mich mit der Decke zu. Als ich da so lag, fühlte ich, wie langsam mein Puls anstieg und ein Herz immer schneller klopfte. Ohne Grund war ich wütend und sauer. Ich stand auf, ging dahin, wo ich die Tür vermutete und trat gegen sie. Ohne genau zu wissen was ich tat, kniete ich mich hin und tastete mich durch den Raum. In einer Ecke fand ich etwas. Als ich es berührte und nicht vorsichtig genug war, kippte es um und ich fühlte wie etwas mich nass spritzte und etwas scharfes mich in den Arm stach. Vorsichtig betastete ich meinen Arm und fühlte Glasscherben zwischen meinen Pulli und der Haut stecken. Ich zog sie mit einem Ruck heraus und fühlte das warme Blut meinen Arm herunter laufen. Sofort, als ich das Blut spürte und den stechenden Schmerz im Arm beruhigte ich mich und fühlte, wie der Puls langsam, aber sicher, sank. Ich war müde und fühlte mich elend. Langsam tastete ich mich zurück in die Ecke, doch mitten auf dem Weg fühlte ich, wie ich die Kraft verlor und der Boden mich anzuziehen schien. Ich gab der Kraft nach und ließ mich fallen.

Als ich wach wurde, ging es mir besser. Ich war nicht mehr so müde und das andere, komische, Gefühl war auch weg. Ich setzte mich auf und dachte nach.

 




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